Glas gravieren

Gravieren – Es müssen nicht immer Blumen sein

Gravur Freihand

Gravieren mit Gravierer

 

Glasgravur – ein altes Kunsthandwerk

Bereits in der Antike hat man im damaligen Persien Gegenstände mit der Kunst des Glas gravieren verziert.
Aus dem Zentrum der Glaskunst Venedig, kam Mitte des 16. Jahrhunderts der Diamantriß, wie diese handwerkliche Technik auch genannt wird. Die ersten Motive waren Blüten, Blätter, Ranken, Tiere, Ornamente, Wappen und Schriftzeichen.

Licht und Schatten gravieren

Mehr oder weniger feine Striche mit dem Diamantwerkzeug,  mit unterschiedlichem Abstand und Andruck,  wurden dazu verwendet Licht darzustellen. Fast alle Motive der Glasgravur basieren auf der Ausarbeitung des Hell – Dunkel – Effekts. Die geschliffenen, gravierten oder geritzten Flächen stellen helle Teile im Motiv dar. Dunkle Bereiche werden nicht dargestellt oder nur gering bearbeitet, wie z.B. durch stippen.

Technik der manuellen Gravur

Für das Glas gravieren werden heute Kleinmaschinen, Graviergeräte oder batteriebetriebene  Gravierstifte verwendet. Wenige Hobbykünstler arbeiten heute noch mit dem Zeichenstift Diamantzeichner.

Für den Hobbykünstler empfehlen wir am Anfang das Arbeiten mit Motivvorlagen. Mit etwas Übung auf dem  Material Glas oder Hohlglas ist das direkte Zeichnen mit einem Diamantstift auf dem Werkstück für Hobbyzeichner auch kein Hexenwerk.

Grundieren von Flächen

Glas reissen – Motiv anreissen

Eine  Möglichkeit ist das Grundieren mit einer feinen bis mittleren Diamantspitze (Diamantspitze Beschreibung in Kürze). Es werden gleichmäßige, eng aneinander liegende Striche gezogen. Die Linien werden durch nachgravieren vertieft, bis die gewünschte Helligkeit der Fläche erreicht ist. Diese Methode wird auch als Reissen bezeichnet und gehört zu den ältesten Methoden der Glasverzierung. Die Glasgravur durch Reissen besticht durch zarte, elegante Wirkung.

Schleifen

Heute verwenden wir meist Schleifstifte mit unterschiedlichen Formen zum Grundieren (z. B. Karbonschleifstein Beschreibung in Kürze). Sowohl bereits aufgeraute Flächen als auch bisher unbehandelte Ausschnitte werden mit dem Schleifstein  aufgeraut und in einem zweiten Vorgang geglättet. Die Blüte der Anemone ist mit einem Schleifkegel  geschliffen. Die Ränder sind mit einer Diamantkugelspitze hervorgehoben.

Gravur mit kleinem Gravierer

Hand Gravur Flasche

Spicken

Mit Spicken bezeichnet man das leiche Aufsetzen der Spitze, die dann meist seitlich und mit steigendem Andruck weggezogen wird. Geschwungene Blattformen, Rundungen und Kreise werden durch Spicken dargestellt und erhalten dadurch interessante, naturgetreue Effekte. (Foto in Kürze)

Stippen

Als Stippen bezeichnet man das Setzten von Punkten auf die Oberfläche. Die Punkte entstehen durch senkrechtes Aufsetzen und Aufschlagen der Diamantspitze. Je dichter und stärker die Punkte eingeschlagen werden um so heller wird die Fläche. Haben die Punkte zueinander große Abstände wirkt die  Fläche hell schraffiert. Die Technik erinnert an grob gepixelte Abbildungen oder an den schwarz-weis Druck der Tageszeitung.